Wechseljahre – eine aufregende Zeit

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Viele Frauen denken mit Unbehagen an die Zeit des Wechsels und befürchten allerlei Beschwerden. Doch es sind durchaus nicht alle Veränderungen unangenehm. Und die, die es sind, lassen sich häufig sehr gut naturheilkundlich beeinflussen.

Von Anke Neumann-Roß

Was passiert in den Wechseljahren?

Die körperlichen und psychischen Veränderungen resultieren aus dem schwankenden und später abfallenden Hormonniveau vor allem von Östrogen und Progesteron. Die Eierstöcke stellen nach und nach ihre Funktion ein. Selbstverständlich bleibt dies nicht ohne Wirkung auf den restlichen Organismus. Schlafstörungen, Hitzewallungen, starke Gefühlsschwankungen, Hautveränderungen, Osteoporose, Gewichtszunahme und anderes mehr können sich einstellen. Doch frau kann auf natürlichem Wege diesen Beschwerden durchaus frühzeitig begegnen und die Wechseljahre zu einer angenehmen Zeit des Wandels machen. 

Worauf kommt es an?

Tragende Säulen sind und bleiben eine ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung und genügend Trinkwasser. Für eine Osteoporoseprophylaxe sind vor allem Vitamin D und Kalzium wichtig, wobei eine Kombination von D3 mit K2 vorteilhaft sein kann, denn es sorgt für eine bessere Aufnahme des Kalziums in Knochen und Zähne. Auch eine Unterstützung mit bioidentischen Hormonen wie Progesteron und Östradiol kann die knochenaufbauenden Prozesse verbessern und die abbauenden bremsen.
Ein weiteres Hormon, das Östriol, hilft bei oft trockenen Schleimhäuten sehr gut. Haut, Haare und Schlafqualität profitieren außerdem von einem ausgeglichenen Mineralienhaushalt, zu dem neben Kalzium auch Magnesium und Kalium gehören. Diese helfen, Feuchtigkeit in der Haut zu binden, Nährstoffe besser zu verteilen und sich zu entspannen. Auch das Progesteron unterstützt sanft die Schlafqualität. 
Bei den oft auftretenden Hitzewallungen kann die Homöopathie viel leisten, aber auch pflanzliche Mittel wie Frauenmantel oder der sibirische Rhabarber zeigen in der Praxis sehr gute Erfolge.
Für eine gute Entgiftung des Körpers sollte nun zusätzlich etwas getan werden, denn durch die wegfallende Periode bleiben mehr ausscheidungspflichtige Stoffe im Körper. So wird es wichtig, Darm, Nieren, Leber und Lymphe mit Mineralien und homöopathischen Mitteln in ihrer Reinigungsfunktion zu unterstützen, um Beschwerden deutlich zu lindern.
Vor allem die Leber als zentrales Entgiftungsorgan und Drehscheibe im Hormonhaushalt sollte viel Aufmerksamkeit bekommen. Bei vielen Frauen fahren nun auch die Gefühle Karussell, wenn plötzlich Ängste, Unsicherheiten, depressive Stimmungen oder Gereiztheit auftreten. Auch hier gibt es wunderbare Mittel wie Sepia, Cimicifuga, Agnus castus und weitere, die hervorragend gegensteuern können. Welches das Richtige ist, lässt sich am besten therapeutisch abklären. 
Ganz wichtig ist es jedoch, sich auch einmal die positiven Aspekte bewusst zu machen. Viele Frauen sind froh, dass monatliche Beschwerden wegfallen oder Endometriose, Myome und Zysten der Vergangenheit angehören. Die Kinder sind aus dem Haus, man hat mehr Zeit für sich, kann neue Hobbies oder alte Interessen aufleben lassen. Es lohnt sich sehr, hier einmal Bilanz zu ziehen und auf sich und alles Geleistete stolz zu sein.

Nähere Infos:

Anke Neumann-Roß
Heilpraktikerin 
Vogelweide 2c
85375 Neufahrn
Tel: 08165 / 51 04 
www.heilpraxis-an.de
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